DSGVO

DSGVO-NEWS: ARTIKEL 6

Viele Unternehmen sind unsicher, unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Daten ab dem Wirksamwerden der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 verarbeitet werden dürfen. Artikel 6 der DSGVO enthält eine Auflistung der Bedingungen, von denen mindestens eine erfüllt sein muss, damit die Verarbeitung von personenbezogenen Daten rechtmäßig ist:


1. Zweckgebundene Einwilligung

Die betroffene Person muss über den Verwendungszweck in verständlicher Weise informiert worden sein und die Einwilligung muss freiwillig erteilt werden.

Beispiel: Anklicken eines Kästchens auf einer Internetseite (das Kästchen darf nicht bereits automatisch vorausgewählt sein)

Wichtig: Für die Einwilligung eines Kindes gelten besondere Regelungen!

Tipp: Aus Beweisgründen wird allgemein empfohlen, die Einwilligungserklärungen immer in nachweisbarer Form (z.B. schriftlich) einzuholen.


2. Vorvertragliche Maßnahmen oder Erfüllung eines Vertrages

Beispiele: Erstellung eines Angebots oder Zusendung von Produktinformationen auf Anfrage der betroffenen Person, aufrechtes Vertragsverhältnis


3. Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung

Beispiel: gesetzliche Aufbewahrungsfristen


4. Schutz lebenswichtiger Interessen der betroffenen Person oder anderer Personen

Dies ist für die meisten Unternehmen kaum von Bedeutung.


5. Verarbeitung im öffentlichen Interesse oder in Ausübung öffentlicher Gewalt

Dies kann beispielsweise die Tätigkeit von Notaren oder anderen Rechtsberufen betreffen.


6. Wahrung von berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten

Hierbei ist zu beachten, dass die berechtigten Interessen des Verantwortlichen (also des Unternehmens) stärker sein müssen als die Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person.

 


Hinweis: Die o.g. Bedingungen beziehen sich auf personenbezogene Daten. Für die Verarbeitung sensibler Daten gelten besondere Bestimmungen.

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